Posts by: Nick-Julian Lehmann

Alles schief, normal eben!

Alles schief, normal eben!

Das Theater Hora macht mit "Normalität. Ein Musical" einfach weiter. Unausgegoren, anarchisch, eitel

Im Hof des Ballhaus Ost, im Herzen des Prenzlauer Bergs, fährt ein Kombi mit Kindersitz vor. Sie ist schwanger, sitzt in pinker Strickjacke am Steuer, und er, ihr Mann, ebenfalls in Pink, mit Down Syndrom, im Beifahrersitz. Gina Gurtner ist freie Schauspielerin, Matthias Grandjean Schauspieler am Zürcher Theater HORA. Beide sind mit Headset-Mikrofonen ausgestattet, steigen aus und versenken sich in esoterischen Wohlfühlsprech: „Wenn wir alle die Kraft geben. Wir alle das Beste geben. Dann bekommt ihr alle die Kraft. Ihr alle bekommt das Beste.“ Es ist Opus' „Live is Life“ in deutscher Übersetzung.

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Festivalrauschen#1  – Teatr21

Festivalrauschen#1 – Teatr21

Ach, diese Festivals! Unglaublich überfordernd, berauschend, voller sinnlicher Eindrücke. Nur: Davon bekommen alle die, die nicht dabei sind, wenig mit. Fotos sind ein Mittel, um ein bisschen was von der Festival-Atmo rüberzubringen. Klang ein anderer. Fünf Audio-Kurzstücke von Samstag Abend zum Nachhören. (mehr …)
„Alles ist erlaubt, was nicht verboten ist“

„Alles ist erlaubt, was nicht verboten ist“

Symposium: Das „Theater Hora“ ruft nach Jérôme Bel zum „Empowerment“ auf

"Wen kümmert's, wer spricht?", fragte vor zwei Jahren das Symposium bei No Limits 2013. Damals ging es um die Frage, wer eigentlich entscheidet, was auf der Bühne geschieht. Für das dreitägige Symposium Wen kümmert´s, wer spricht? 2 haben die Regisseur*innen, Choreograf*innen und Autor*innen mit einer „geistigen Behinderung“ selbst das Wort ergriffen – statt Wissenschaftlern und Experten sprachen die Macher*innen. (mehr …)

„Es gibt nicht genug Platz für alle auf der Erde“

„Es gibt nicht genug Platz für alle auf der Erde“

De Utvalgte / Die Auserwählten eröffnen das No Limits 2015 im HAU2 Ohne die 3D-Brillen wäre das Bühnenbild nicht zu sehen: Inmitten der „Black Box“ schwebt die Erde, umsäumt von unzähligen Lichtpunkten. Ein paar Teleskope sind auf sie gerichtet, während eine Erzählerin eine Liste von Dingen reizitiert, die dort aufzufinden sind: „die Aprikosenbäume gibt es, die Farne gibt es und Brombeeren gibt es. Und den Wasserstoff.“ (mehr …)