2013

Im Meskalinrausch

Im Meskalinrausch

Agathe Chions "Ich liebe dich, du teure Freiheit!" im Ballhaus Ost Ohne irgendwie das Bedürfnis zu verspüren, Agathe Chions "Ich liebe dich, du teure Freiheit!" intellektualisieren zu wollen, gar zu müssen, fiel im kurzen Plausch mit Musiker Sébastien Alazet (fünf Sterne!) der Name William Blake. Eigentlich benötigte ich dringend Hilfestellung, die Musik zu beschreiben. Gib mir ein Genre! Ich bekam Blake. Aber beginnen wir von vorne. (mehr …)
Ein Spiel auf Zeit

Ein Spiel auf Zeit

Rotlicht und Molière in Theater Maatwerks "In de Rooie Molen" Man ist noch gar nicht richtig angekommen, da wird man schon ohne Vorwahrnung dem Mühlwerk der "Rooie Mole" (rote Mühle) überlassen. Realität und Spiel sind nicht mehr eindeutig voneinander zu trennen. (mehr …)
Applaus! Applaus!

Applaus! Applaus!

Beobachtungen beim Publikumsgespräch nach "Qualitätskontrolle" Rührseligkeit, Mitspracherecht und Leistungsdenken waren die Themen, die Moderator Benjamin Wihstutz beim Publikumsgespräch nach der Sonntags-Vorstellung von "Qualitätskontrolle" mit Darstellerin Maria-Cristina Hallwachs, Helgard Haug und Daniel Wetzel von Rimini Protokoll (Regie) sowie Barbara Morgenstern (Musik) führte. (mehr …)
Möwe mit Schwarm im Rücken

Möwe mit Schwarm im Rücken

Eindrücke vom Symposiums-Workshop mit Adrian Jones und Margret Ames "How exiting", sagt Margret Ames und reibt sich die Hände. Auf die Teilnehmer_innen des samstagnachmittäglichen Workshops wirkt das einschüchternd. Was hat Ames  mit uns vor? Erstmals sollen wir uns ganz nach der Choreografie vom Adrian Jones bewegen, seine Gesten nachahmen und interpretieren. (mehr …)
Über Leben

Über Leben

Rimini Protokolls „Qualitätskontrolle“ im ausverkaufen HAU 2 Ihre ersten Worte gelten dem Tod. "Wir fangen mit dem Ende an", sagt Maria-Cristina Hallwachs. Sie ist vom Hals an querschnittsgelähmt, seit sie als junge Frau kopfüber in ein viel zu flaches Schwimmbecken sprang. Vor ihrem Unfall hat sie sich so ein Leben nicht vorstellen können. Jetzt beschreibt sie, wie lange sie ohne Hilfe und Hilfsmittel überleben würde. Nicht lang. (mehr …)
Auf der Spitze des Daseinsbleistifts

Auf der Spitze des Daseinsbleistifts

Kroog 2 aus Russland zeigt "Entfernte Nähe" Ursprünglich hatten die Menschen kugelförmige Rümpfe, vier Hände und vier Füße und zwei Gesichter auf einem Kopf. Eines Tages versuchten sie übermütig, den Himmel zu erstürmen. Da wurden sie von Zeus fürchterlich bestraft, indem er sie in zwei Hälften aufspaltete. Seither irren die Menschen verloren durch die Welt, immer auf der Suche nach ihrer zweiten Hälfte. (mehr …)
Zeitzeichen

Zeitzeichen

Der zweite Tag des NO-LIMITS-Symposiums "Wen kümmert's, wer spricht?" Habe ich noch Zeit?“Sind drei Minuten so lang?“Ich habe noch fünfzehn Sekunden!“ Immer wieder stand beim ersten Symposiums-Tag von ''Wen kümmert's, wer spricht?'' am Freitag die Auseinandersetzung mit der allzu gleichgültig voranschreitenden Zeit im Vordergrund. Insbesondere in ihren einführenden Worten schienen Marcel Bugiel und Yvonne Schmidt mit der Zeit zu kämpfen, wobei sie sich allerdings willentlich in diesen Kampf stürzten, indem sie eine Stoppuhr herumreichten, die jeder Person genau fünfzehn Minuten Sprechzeit am Stück einräumte. Vielleicht hätte das Symposium ''Wen kümmert's, wer wann wie lange spricht?'' heißen sollen. (mehr …)
Niemand weiß

Niemand weiß

"Borderlines" von Panaibra Gabriel Canda: Ein Tanzstück aus Mosambik im Hau 3  Tiergeräusche und Streichquartett. Vier Menschen balancieren über vier Steine. Vorsichtig wächst die kleine Brücke durch den Raum. Von einer Wand zur anderen, im blauen Licht, setzt sie sich nur langsam fort, weil immer der Letzte über alle anderen an die Spitze steigt. Ein mühsamer, schmerzhafter Prozess. An der Wand wächst ihr Schatten wie ein Baum auf weiter Ebene. Die Brücke aber fusst nicht auf sicherem Grund. (mehr …)
No-Limits-Symposium: Denis Hänzi über die Machtverhältnisse im Theater

No-Limits-Symposium: Denis Hänzi über die Machtverhältnisse im Theater

"Wen kümmert's, wer spricht?" Ein Zitat des irischen Schriftstellers Samuel Beckett ist Ausgangspunkt des No-Limits-Symposiums zu Autorschaft, kollektiven Entstehungsprozessen und Machtverhältnissen im Theater. Verhandelt werden diese Themen während zweier Tage am Beispiel der künstlerischen Arbeit mit Menschen mit einer "geistigen Behinderung". An dieser Stelle werfen wir einen kurzen Rückblick auf den Anfang des Symposiums – die Performance "Wir sagen" des Kollektivs bigNOTWENDIGKEIT und der Vortrag des Soziologen Denis Hänzi über die Machtverhältnisse im Theater. (mehr …)
Blättern im Familienalbum

Blättern im Familienalbum

Saša Asentić und die serbische Truppe Per.Art zeigen "Prazan Glas" Schon während des Einlasses sitzt ein Darsteller auf der Bühne. Als alle im ausverkauften Thikwa-Theater ihre Plätze gefunden haben, erhebt er sich vom Stuhl und schreitet mit dem Mikrophon in der Hand in die Mitte der Bühne. Sobald er den blauen Lichtkreis erreicht hat, stellt er sich vor: "Mein Name ist Dejan Šulian. Musik, bitte." Aus dem Off ertönt eine serbische Ballade, zu der er herzhaft singt. So herzhaft, dass er manchmal bei einer Strophe hängenbleibt, während im Hintergrund das Lied unbeeindruckt weiterzieht. (mehr …)
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