Kritik

Downie Disko

Downie Disko

Mirco Kuball spielt in „Das große Glück“ sich selbst und mit Erwartungen Eine Biographie ist etwas wundersames. Da wird ein Widersprüchlich-kurios-mal-so-dann-so-Menschenleben in eine Ordnung gebracht. Eine fiktionalisierte Biographie einer tatsächlich existierenden Person ist etwas noch wundersameres. Da wird nämlich Tatsache und Täuschung gleichermaßen in diese Ordnung verflochten. So am wundersamsten geschehen bei „Das große Glück“ von Kirsten Burger, Mikko Gaestel und Johannes Müller. (mehr …)
„Kann es ein Elend geben, das erhabener ist?“

„Kann es ein Elend geben, das erhabener ist?“

Samuel Becketts "Endspiel" am Theater RambaZamba Sie können nicht miteinander, sie können aber auch nicht ohne einander: Ein Zustand hasserfüllter Abhängigkeit herrscht zwischen dem tyrannischen, aber hilflosen Hamm und seinem Diener Clov. Hamm ist blind und ohne die Fähigkeit, seine Beine zu bewegen, Clov der einzige Mensch, der sich noch um ihn kümmern kann. Sie sind einander alles, was sie noch haben und das verachten sie am Meisten. Unfreundlich und achtlos wirft Clov Hamm immer wieder zurück auf seinen Sitzsack. Er hasst Hamm, er will ihn verlassen. Aber das würde den Tod für beide bedeuten. Denn Hamm ist der einzige, der Zugang zu den verbliebenen Lebensmitteln hat. „Kann es ein Elend geben, das erhabener ist?“ (mehr …)
Sie werden nie davon erfahren

Sie werden nie davon erfahren

Eine Anweisung, ein Bus, eine Reise ins Unbekannte: „Regie 2“, ein Readymade von Monster Truck (SPOILERWARNUNG: Im nachfolgenden Text werden einige wesentliche Überraschungen von "Regie 2" verraten – die Pointe allerdings nicht.) (mehr …)
Durch die Nacht mit…

Durch die Nacht mit…

Das "Eins, zwei, drei"-Festival im Festival geht in die zweite Runde. Nachdem am Eröffnungsabend im Mittelpunkt der Tanz stand, gibt es diesmal einen bunten Abend quer durch alle Sparten. (mehr …)
Auf charmante Weise unernst

Auf charmante Weise unernst

Der erste Abend des Festivals im Festival „Eins, zwei, drei“ im Theater RambaZamba Eins, zwei, drei Abende lang geht das Festival im Festival. Heißt auch „Eins, zwei, drei“ und versammelt beim No Limits insgesamt elf Kurzproduktionen vor allem aus dem Bereich Tanz. (mehr …)
Alles schief, normal eben!

Alles schief, normal eben!

Das Theater Hora macht mit "Normalität. Ein Musical" einfach weiter. Unausgegoren, anarchisch, eitel

Im Hof des Ballhaus Ost, im Herzen des Prenzlauer Bergs, fährt ein Kombi mit Kindersitz vor. Sie ist schwanger, sitzt in pinker Strickjacke am Steuer, und er, ihr Mann, ebenfalls in Pink, mit Down Syndrom, im Beifahrersitz. Gina Gurtner ist freie Schauspielerin, Matthias Grandjean Schauspieler am Zürcher Theater HORA. Beide sind mit Headset-Mikrofonen ausgestattet, steigen aus und versenken sich in esoterischen Wohlfühlsprech: „Wenn wir alle die Kraft geben. Wir alle das Beste geben. Dann bekommt ihr alle die Kraft. Ihr alle bekommt das Beste.“ Es ist Opus' „Live is Life“ in deutscher Übersetzung.

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