Kritik

Hauptsache nackt

Hauptsache nackt

kraut produktion und Theater HORA performen "Human Resources" An diesem Leben ist alles großartig: Nele berichtet an der Rampe von ihrer tollen Schauspielkarriere, von ihrem tollen Mann und seinem tollen Penis, der ihr tolle Orgasmen beschert. Alles an ihrem Leben ist großartig, sie will bewundert und beneidet werden. Sie stolziert zwischen den Anderen auf der Bühne umher und fragt sie, was sie denn so Schönes geleistet hätten, nur um sie dann in ihrer Antwort zu unterbrechen: „Tja leider bist du nicht das Kamerakind, ich bin das Kamerakind.“ (mehr …)
Alles im Rahmen

Alles im Rahmen

Das Theater RambaZamba schlägt mit Viktor Hugos "Die Elenden" die Brücke von der Juli-Revolution ins Heute Wie das scheppert, quietscht, stöhnt! Ins Foyer des Ramba Zamba schleppt sich in die Menge der wartenden Zuschauer der Verbrecher Jean Valjean, gespielt von Christian Behrend. Mit sich schleift er einen Metallquader, der ihn umgibt wie eine Zelle. "Gefangener 0273", ruft ein Wärter, "du hast dein Recht auf einen Namen verwirkt". Und mit einem gelben Pass, der ihn auf ewig als Kriminellen ausweist, wird er nun in die Freiheit entlassen. (mehr …)
„Heteronomous male“ : matizes de belleza y extrañamiento

„Heteronomous male“ : matizes de belleza y extrañamiento

En el espacio se encuentran solamente una mesa y una silla, al fondo se percibe un hombre en silla de ruedas conducido por una joven mujer hacia el centro. Pasados pocos minutos, él se suelta, cae al suelo, las piernas se mueven lentamente hacia la derecha y la isquierda hasta que los pies alcancen el suelo. Así se inicia Heteronomous male, solo de danza concebido por el coreógrafo vienés Michael Turinsky. (mehr …)
„Ich liebe meine Hände, denn meine Hände berühren das Geld“

„Ich liebe meine Hände, denn meine Hände berühren das Geld“

Das polnische Teatr 21 träumt in "Downfalls, Episode 2" vom großen Geld „Das ist Barbara Lityńska“ moderiert die fesche Zirkusdirektorin, „und für ihren ersten Hunni, den sie im Theater verdient, kauft sie sich-" - "Eine Überfahrt mit der Titanic nach Schweden!“ Eine nach dem anderen turnen, stolzieren oder schleichen die Performer*innen der Theatergruppe Teatr 21 aus Polen hinter dem Glitzervorhang hervor und präsentieren sich wie Teilnehmer in einer Gewinnshow. (mehr …)
W wie Wackelpudding

W wie Wackelpudding

„heteronomous male“ und „my body, your pleasure“ von Michael Turinsky als Doppelabend Wenn ein Theater-Abend ein Doppel-Abend ist, dann ist dieser Theater-Abend mehr als die Summe seiner Einzel-Produktionen. Mehr, das meint die Tatsache, dass vor dem Horizont eines Doppel-Abends die jeweilige Einzel-Produktion in einen gemeinsamen Rezeptionszusammenhang tritt. Wenn nun Michael Turinsky bei No Limits im HAU3 zuerst sein Solo „heteronomous male“ aus 2013 und nach einer Umbaupause das Gruppenstück „my body, your pleasure“ aus 2014 zeigt, dann wird die jüngere der beiden Produktionen zur schlüssigen theoretischen Weiterentwicklung der älteren. (mehr …)
Märtyrerprinz im 3D-Land

Märtyrerprinz im 3D-Land

De Utvalgte verfolgen in „Visjonaeren“ die Krankheit Hass Auch in individualisierten Zeiten wie dem 21. Jahrhundert können wir uns nicht vor den gesellschaftlichen Strukturen und Problemen verstecken, die visionäre Ideen fordern: Die Flüchtlingskrise, die polarisierende Gewalt, Internet-Terrorismus und die Transparenz des eigenen Seins fordern lautstark unsere Aufmerksamkeit und schreien nach Taten. Offenheit und Hoffnung sind die wahren Aufgaben unserer Zeit, wenn es um die Bewältigung der allgemeinen Überforderung geht. Die Suche nach den Menschen, die diese Hoffnung noch nicht aufgegeben haben, führt einmal im Kreis. (mehr …)
2 of 4
1234