Blättern im Familienalbum

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Saša Asentić und die serbische Truppe Per.Art zeigen "Prazan Glas" Schon während des Einlasses sitzt ein Darsteller auf der Bühne. Als alle im ausverkauften Thikwa-Theater ihre Plätze gefunden haben, erhebt er sich vom Stuhl und schreitet mit dem Mikrophon in der Hand in die Mitte der Bühne. Sobald er den blauen Lichtkreis erreicht hat, stellt er sich vor: "Mein Name ist Dejan Šulian. Musik, bitte." Aus dem Off ertönt eine serbische Ballade, zu der er herzhaft singt. So herzhaft, dass er manchmal bei einer Strophe hängenbleibt, während im Hintergrund das Lied unbeeindruckt weiterzieht. (mehr …)
Wahr oder falsch?

Wahr oder falsch?

"Dançando com a Diferença" am HAU als Eröffnungsgsveranstaltung des NO LIMITS Festivals Nebel wabert über der leeren Bühne, auf deren Boden Lichterketten ausgebreitet sind – als sei ein sternklarer Nachthimmel hier ausgeschüttet worden. Vorsichtig mit den Füßen tastend sucht sich ein Mann – zunächst nur als Schatten erkenntlich - vom hinteren Bühnenrand her den Weg nach vorn. (mehr …)
Was zählt

Was zählt

Das internationale Theaterfestival NO LIMITS mit Künstler_innen mit und ohne Behinderung ist gestern in die sechste Runde gegangen. Das Ziel des seit 2005 alle zwei Jahre stattfindenden Festivals? "Uns abzuschaffen", sagt Festivalleiter Andreas Meder seit 1997, dem Beginn seiner Arbeit auf dem Gebiet integrativer Theaterfestivals. Sein Augenzwinkern nicht zu vergessen – Meders Antwort  ist ein beliebtes Zitat, oft das einzige, dass es in eine Berichterstattung schafft. (mehr …)
Nichts als Worte?

Nichts als Worte?

Wenn man über Menschen mit Behinderung oder Inklusionstheater schreibt, ist das auch immer eine Frage der politischen Korrektheit. Darf man vom Behindertentheater schreiben oder klingt das schon abwertend? Behindert, disabled, integrativ, inklusiv – da muss man erst mal den Überblick behalten. Und dem Stil ist damit auch nicht immer geholfen. (mehr …)
Kritikwürdig

Kritikwürdig

Ein Manifest Was ist eine Theaterkritik? Laut Rowohlt-Theaterlexikon Band 1 ein "beschreibender, interpretierender, einordnender und wertender, auch glossierender Bericht über einen abgeschlossenen, nur bedingt wiederholbaren Vorgang auf der Bühne nach subjektiven Kriterien". Wichtigste Voraussetzung: die "Kenntnis der Produktionsweisen des Theaters allgemein und in verschiedenen Zentren". Problem und steter Vorwurf sei "die Frage nach den Kriterien eines Urteils. Sie können immer nur jeweils neu aus der Differenz von Absicht und Ausführung, Anspruch und Ergebnis nach eigener Sicht und (auch weltanschaulicher) Überzeugung des Kritikers vom 'Richtigen', seiner Erwartung an das Theater, die sich auch in Forderungen an die Bühne artikuliert, gewonnen werden." (mehr …)
Festivaleindrücke

Festivaleindrücke

Zusammengetragen von Gesche Beyer, Paula Birnbaum, Julia Dettke, Janina Henkes und Georg Kasch   RambaZamba-Lounge Beim Eintreten in die RambaZamba Lounge riecht es meist nach Essen, es ist voll und laut. (mehr …)

"Du Spast"

"Du Spast!", habe ich mal mit zehn zu meiner Mitschülerin K. gesagt. K. schaute mich pikiert an: "Weißt du überhaupt was das bedeutet?" (mehr …)
Morbide Horrorshow

Morbide Horrorshow

Weißer Staub wirbelt auf, als die beiden leblos ineinander verschlungenen Männer ein letztes Mal erwachen, um ihre Kräfte in einem Kampf um Leben und Tod miteinander zu messen. Jede Faser ihrer halb entblößten, mit Kreide bemalten Körper bebt vor Zorn (mehr …)
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