Gastprojekt: Wen kümmert’s, wer spricht? 2 – Livekommentare zum Showroom

Gastprojekt: Wen kümmert’s, wer spricht? 2 – Livekommentare zum Showroom

Der Showroom „Wen kümmert’s, wer spricht? 2“ war die Fortsetzung eines Symposiums aus dem Jahr 2013 im Rahmen des letzten NO-LIMITS-Festivals. Gezeigt wurden Arbeiten und Try Outs „geistig behinderter“ Regisseurinnen, Choreografinnen und Autor*innen.

Was wurde da präsentiert?
Welche Fragen hat das Gezeigte aufgeworfen?
Und wie hat das Publikum reagiert?

Die vier „Zaunvögel“ Jutta Schubert, Jana Stahl, Michael Achtman und Kato Kroß haben live aus dem Showroom berichtet.

Digitale Zaunvögel beim Showroom Wen kümmerts Wer Spricht

Echtzeit-Beobachtungen. © Holger Rudolph

89 Kommentare

  1. Jutta Schubert · 6. November 2015

    Guten Morgen

  2. Kato Kroß · 6. November 2015

    Guten Morgen

  3. Michael Achtman · 6. November 2015

    Yvonne Schmidt is asking – who makes the decisions about a theatre or dance piece – and how to move on so that disabled people are not just performers but authors of the work

  4. Michael Achtman · 6. November 2015

    Training is key – is director/choreography training accessible for disabled people?

  5. Michael Achtman · 6. November 2015

    Let’s see if these questions are answered or at least developed over the next 3 days!

  6. Michael Achtman · 6. November 2015

    First performance is REGIE by Theater Thikwa

  7. Jutta Schubert · 6. November 2015

    In der 1. Präsentation gibt die Regisseurin Sabrina Braemer von Theater Thikwa den Ton an und stellt selbstbewusst und bestimmt ihre Schauspiel-Crew zusammen. Es wird an einer Szene gearbeitet, die Mitwirkenden haben keine Ahnung, worum es gehen wird. Wir auch nicht, bin gespannt!

  8. Jutta Schubert · 6. November 2015

    Oh jetzt wird getanzt nach klassischer Musik. Die Mitwirkenden sind voll dabei.

  9. Jutta Schubert · 6. November 2015

    Gerade werden alle Schauspieler von der Regisseurin erschossen, damit sie selbst in Aktion treten kann. Und es wird eine neue Crew zusammengestellt. Wenn die angesprochenen nicht spurten, wird die Regisseurin unleidlich. Das Stück geht weiter, jetzt sollen alle wachgeküsst werden.

    • Kato Kroß · 6. November 2015

      Eine Regisseurin, welche ihre Schauspieler erschießt – wenn das nicht die radikalste Form souveräner regisseurialer Macht ist. Wow!

  10. Kato Kroß · 6. November 2015

    ‚Regie‘ ist die Aufführung von Prozessen, die sonst eine Aufführung vorbereiten, es ist die Aufführung einer Probe, die Inszenierung eines Blickes hinter die Kulissen, wo Sabrina Braemer die Rolle der souveränen Regisseurin spielt. Inwieweit entspricht die zur Aufführung gebrachte Rolle gängigen Vorstellungen vom Regisseur. Welche Eigenschaften schreibt man dieser Rolle zu?

    • Jutta Schubert · 6. November 2015

      Ich fand, hier wird die „klassische“ Rolle des Regisseurs, der Regisseurin karikiert. Ich glaube das war bei „Regie“ anders. Oder?

      • Kato Kroß · 6. November 2015

        Das vermute ich auch. Aber wodurch zeichnet sich die ‚klassische‘ Rolle des Regisseurs aus. Welche Eigenschaften werden ihm zugeschrieben? Und werden diese Eigenschaften in der Darstellung von Sabrina Braemer als solche vorgeführt und damit kritisierbar. Oder geht es vielmehr um die Besetzung einer machtvollen Position durch eine Schauspielerin, der diese Position i.d.R. Vorenthalten ist?

  11. Michael Achtman · 6. November 2015

    that was an interesting look at the role of director choreographer with Sabrina in control of the improvised structure

  12. Jutta Schubert · 6. November 2015

    2. Präsentation von Johnny (Nachname steht leider nicht im Programm)/Theater Thikwa. Auch er stellt sich seine Mitwirkenden aus dem Publikum zusammen. Nein, es gibt Unstimmigkeiten, Johnny möchte Sahar Rimini an der Stange tanzen lassen, sie will allerdings nur ein Video über „Regie“ von MONSTER TRUCK und Thikwa zeigen.

  13. Kato Kroß · 6. November 2015

    Sahar Rahimi erklärt, dass es Monster Truck unter anderem um die Frage ging, wer die Macht hat bzw. bestimmte machtvolle Positionen besetzt. Um diese Frage geht es auch auf dem Symposium. Aber wer sind die Initiatoren dieses Diskurses. Die nicht-behinderten Künstler oder Wissenschaftler u.a. Oder Menschen mit Behinderung?

    • Jutta Schubert · 6. November 2015

      Gute Frage, natürlich sind die nicht behinderten die Initiatoren des Diskurses. Menschen mit Behinderung eher nicht. Und das macht die Machtverhältnisse deutlich. Wir reden immer noch über! sie.

  14. Jutta Schubert · 6. November 2015

    Sahar Ramini erzählt über die Zusammenarbeit von Thikwa und MONSTER TRUCK anhand der Performance „Dschingis Khan“. Sie benennt dabei ganz klar das Ungleichgewicht zwischen den behinderten und den nicht behinderten Darstellern. Der Unterschied wurde auch im 1. Teil der Performance dargestellt. Die Thikwa Schauspieler wurden in einer Art Völkerschau ausgestellt. Im 2. Teil sind nur noch sie auf der Bühne und bestimmen vermeintlich das Geschehen. So entstand die Idee zu „Regie“. Ein Stück, in dem drei Schauspieler von Thikwa die Regie übernehmen. In einem Video wird der Tanz an der Stange gezeigt, der Regisseur gibt Anweisungen, und darf ich das blöd finden? Die Tänzerin widersetzt sich den Befehlen, weil sie es lächerlich findet. Gehört alles zur Inszenierung, hier ist glaube ich meine Grenze.

  15. Kato Kroß · 6. November 2015

    Ich frage mich gerade, ob und wie ‚Regie‘ funktionieren würde, wenn die Rollen der Regisseure von nicht-behinderten Schauspielern (marginalisiert oder nicht marginalisiert) performt werden würden.

  16. Michael Achtman · 6. November 2015

    Sahar Rahimi from Monster Truck presenting thoughts and another excerpt from REGIE which looks at actors with Down’s syndrome in the role of director. Here’s a video clip of Johnny from Theatre Thikwa directing a stripper/pole dancer in an authoritarian manner. But who actually directed the piece? Who’s really in control? The piece asks this question (I think)

  17. Kato Kroß · 6. November 2015

    Sarah Rahimi erzählt, dass es in ‚Regie‘ um die Illusion einer Selbstermächtigung gehen könnte. Haben die Schauspieler wirklich Regie geführt oder wurde hier nur so getan und in Wirklichkeit hat Monster Truck bestimmt, was wie zur Aufführung kommt?

    • Jutta Schubert · 6. November 2015

      Ich glaube, dass sie nicht selbst Regie geführt haben, nicht wirklich. Die Szene mit der Stangentänzerin ist Provokation, nach dem Motto auch ein behinderter Mann darf sowas auf die Bühne bringen. Das ist langweilig für mich.

  18. Jutta Schubert · 6. November 2015

    Anhand der Szene mit der Stangentänzerin verdeutlicht Sahar Rimini, dass die Weigerung dieser Pornodarstellerin zum Stück gehörte, also inszeniert war. Es ging um die Fragen, mache ich alles, was man von mir verlangt, verweigere ich mich. Wie weit kann der Regisseur gehen.

  19. Kato Kroß · 6. November 2015

    Warum wurde ‚ Dschingis Khan‘ mehr kritisiert als ‚Regie‘? Richtete sich bei Dschingis Khan‘ die Kritik hauptsächlich gegen Monster Truck?Und hat man sich das bei ‚Regie‘ nicht getraut, weil hier vermeintlich Menschen mit Behinderung die Verantwortung hatten?

  20. Jana Stahl · 6. November 2015

    Hallo, ich bin jetzt auch endlich dabei und es brennt mir unter den Fingern endlich auch mitschreiben zu können! Leider war ich heute morgen etwas zu spät und hatte Einstiegsschwierigkeiten.

  21. Kato Kroß · 6. November 2015

    Bei ‚Freie Republik Hora‘ sind Publikumsdiskussionen essentieller Bestandteil des Projekts. Warum? Übernimmt das Publikum mit seinem „Blick von außen“ eine regisseuriale Funktion? Welchen Einfluss haben die Publikumsdiskussionen auf die folgenden Aufführungen?

  22. Michael Achtman · 6. November 2015

    After success with Jerome Bel piece, Theatre HORA moved on to give disabled artists the chance to do what they want on stage. Excerpts from 3 of these pieces. Only feedback was from audience, not from artistic directorship.

    • Kato Kroß · 6. November 2015

      Aber diese Regel der eigenen Zurückhaltung und der Übertragung des regisseurialer Einflusses an das Publikum sind Rahmenbedingungen, welche nicht von den Performern bestimmt wurden, oder.

  23. Jana Stahl · 6. November 2015

    Michael Elber vom Theater HORA erzählt, dass während des Projektes „Freie Republik HORA“ NUR das Publikum Feedback gegeben hat. Das bedeutet Regie, als Innehaben einer Verantwortung, als Besitz von Macht, wird ein wenig dem Publikum übertragen, welches in der voran gegangenen Präsentation, der SchauspielerInnen von Thikwa die Chance auf der Bühne erhält als Subjekt zu agieren, wenn es sich traut (was den meisten laut meiner Beobachtung schwer fällt) Kann also auch ein Publikum Regie führen? Ist das eine Frage von Regie oder Verantwortlichkeit?

    • Kato Kroß · 6. November 2015

      Dem Regisseur attestiert man usuell die zentrale Verantwortung für die Inszenierung. Regie konnotiert folglich immer auch Verantwortung. Wenn eine Regie-Funktion behauptet wird, dann geht es immer auch um Verantwortlichkeit, oder?

      • Jana Stahl · 6. November 2015

        Ja das stimmt, aber es gibt eben Rollen/Funktionen imTheatersaal, denen diese Verantwortung bisher nicht zugesprochen wurde. Es scheint mir, dass sobald diese traditionelle Zuschreibung aufgebrochen wird, in diesem Fall durch SchauspielerInnen/RegisseurInnen mit einer geistigen Behinderung, der Fokus sich verschiebt und das Publikum sich seiner Verantwortlichkeit bewusst werden. kann.

        • Kato Kroß · 6. November 2015

          Stimmt. Aber ich frage mich gerade, ob anschließende Publikumsdiskussionen in vielen Theaterprojekten nicht schon lange dazugehören und ob das Besondere in diesem Falle „nur“ darin liegt, dass Menschen mit geistiger Behinderung als Regisseure fungieren.

  24. Kato Kroß · 6. November 2015

    Weiß jemand, woher die Tonspur kommt?

  25. Jana Stahl · 6. November 2015

    Die ehrliche Rückmeldung des Publikums scheint mir ein wiederkehrendes Thema zu sein. Wer traut sich zu sagen, dassihr/ ihm die Darstellung auf der Bühne nicht gefällt oder wer traut sich zu sagen, dass er/sie auf der Bühne nicht Prinz und Prinzessin, Hündchen spiele möchte, wenn Schauspieler bzw. Regisseure mit einer Behinderung involviert sind. Das Publikum muss aus sich heraus kommen.

    • Jutta Schubert · 6. November 2015

      Es trauen sich ziemlich wenige, das Publikum klatscht bei jeder Gelegenheit, mitten in der Performance. Es herrscht immer noch das Motto: Auch ein behinderter Mensch kann was! Kritik wird höchstens am Regisseur geübt (siehe „Disabled Theater“ Zuschauerreaktionen) nicht an den Schauspielern. Da hat sich wenig verändert. Aber genau da hin sollten wir endlich hinkommen.

  26. Jutta Schubert · 6. November 2015

    Michael Elber von Theater Hora gibt eine Einführung in die Arbeitsweise von Hora nach Jerome Bel. Die künstlerischen Leiter versagt sich jede Einmischung oder Feedback. Die Schauspieler inszenieren selbst, die Form ist Ihnen überlassen. Wir sehen drei Kurz-Inszenierungen.
    Im 1. Solo singt eine Hora-Schauspielerin, wie sie ihr Leben in den Griff bekommen hat. Das ist von der Performance, von der Musik und vom Text eher konventionell.
    Nächstes Stück: Eine Art Krimi mit Mord und Totschlag, verstehe den Plot nicht so ganz. Auch sehr konventionell gespielt. Wo bleiben die experimentellen Erfahrungen, die die Schauspieler in den ganzen Jahren gemacht haben? Wurde an ihren Interessen und Wünschen in der Vergangenheit vorbei inszeniert? Genau wie der Schauspielerberuf, der erlernt werden muss, ist es mit der Regie. Lässt man das jetzt außer acht? Das finde ich fragwürdig.

    • Kato Kroß · 6. November 2015

      Muss Regie tatsächlich erlernt werden? Ist es nicht viel eher die Zuschreibung einer solchen Voraussetzung, die unser Bild vom Regisseur bestimmt? Und ist ein solches Bild nicht der Grund dafür, dass wir so irritiert sind, wenn Menschen mit geistiger Behinderung die Funktion des Regisseurs für sich in Anspruch nehmen, weil ihnen ein solches Bildungskapital immer noch abgesprochen wIrd?

    • Jana Stahl · 6. November 2015

      Ich finde dass die traditionelle Trennung von Schauspiel und Regie auf jeden Fall in Frage gestellt werden muss. In diesem Projekt wird für mich deutlich, warum es einer Ausbildung bedarf um Regie nicht bloß als „alleinige“ Machtposition geltend zu machen. Ich finde es gut, dass man es so hinterfragt und auch ausprobiert, was passiert, wenn man diese Kontrollinstanz mal weg lässt.

      • Jutta Schubert · 6. November 2015

        Da stimme ich zu! Es reicht nicht Regie als alleinige Machtposition geltend zu machen. Schauspiel und Regie wird in vielen Performancegruppen nicht getrennt. Aber vielleicht ist das Weglassen der Kontrollinstanz erstmal notwendig.

  27. Jana Stahl · 6. November 2015

    Die Performance von Schlagern a la Helene Fischer hat mich zuerst gelangweilt, weil ich die Musik persönlich einfach schrecklich finde. Das einzige was mich beeindruckt ist die außerordentich gute Körpersprache, die der Schauspieler von Schlagersängern imitiert. Seitdem eine Zuschauerin mit auf der Bühne ist, amüsiere ich mich mit dem großteil des Publikums, da diese Fähigkeit deutlicher wird anhand des Zusammenspiels mit der auserwählten Kanditatin, die auch gut mitspielt.

    • Jana Stahl · 6. November 2015

      Jetzt schlägts wieder in „Genervtheit“ um, weil ich das Gefühl habe, hier geht es nur um Selbstdarstellung und nicht um ein Miteinbeziehen der Situation des Publikums oder der Meinung.

    • Jutta Schubert · 6. November 2015

      War nicht Helene Fischer sondern Beatrice Egli…

      • Jana Stahl · 6. November 2015

        Oh, ich habe in der Hinsicht viele stigmatisierende Vorurteile. Das gebe ich zu.

    • Kato Kroß · 6. November 2015

      Kann man diese Performance als Drag nicht-behinderter Identitäten durch einen Schauspieler mit Behinderung interpretieren? Das wäre eventuell subversiv, weil somit auch nicht-behinderte Identitäten als Konstruktion vorgeführt würden. Bin mir noch nicht schlüssig…

  28. Kato Kroß · 6. November 2015

    Aber die Ausbildung zum Regisseur gibt es erst seit dem 20. Jahrhundert und die Funktion des Regisseurs hat sich erst im 19. Jahrhundert etabliert. Wandertruppen kannten keinen Regisseur und auch heute arbeiten viele Theater- und Performanceprojekte ohne jemanden, der die Funktion des Regisseurs besetzt.
    Dass die alleinige und kaum selbstreflexive Besetzung dieser Machtposition nicht ausreicht, finde ich auch.

  29. Michael Achtman · 6. November 2015

    There are lots of dynamics involved in giving feedback in this context.

  30. Michael Achtman · 6. November 2015

    That’s a performance in itself

  31. Michael Achtman · 6. November 2015

    I felt for instance that the third performance was like karaoke perhaps raw material for something but not that interesting in itself. But would I say that to a creator I don’t know who just finished performing? So I’m skeptical on how this feedback process contributes to the work.

  32. Jutta Schubert · 6. November 2015

    Das Publikum stellt keine kritischen Fragen, wie immer, ich traue mich gerade nicht, in diese harmonische Stimmung meine kritischen Fragen zu stellen. Wie gehts euch?

    • Kato Kroß · 6. November 2015

      Ähnlich, aber das geht mir immer bei Publikumsdiskussionen so und hat nichts damit zu tun, dass Menschen mit geistiger Behinderung Regie geführt haben – glaube ich zumindest.

  33. Jutta Schubert · 6. November 2015

    Diese Frage aus dem Publikum finde ich interessant: Haben die Performer eine Idee, wie ihr Stück beim Publikum ankommt? Machen Sie sich darüber eigentlich Gedanken. Z.B. ob sie das Publikum langweilen.

  34. Jutta Schubert · 6. November 2015

    Nööö….

  35. Michael Achtman · 6. November 2015

    It would be interesting to hear more about where this process led or will lead in Theater HORA’s work

  36. Michael Achtman · 6. November 2015

    Presentation around the work of Serbian writer Natalija Vladisavljević. Do we know how these stories are theatricalised? What company is doing this work with her?

  37. Jutta Schubert · 6. November 2015

    There is a theatre group around her. I don’t know the name right now, Sasa is the director.

  38. Jutta Schubert · 6. November 2015

    Ich finde die Texte großartig. Bin gespannt, wie sie in die Theaterarbeit einfließen.

  39. Kato Kroß · 6. November 2015

    Wird Natalija Vladisavljević als Autorin mit geistiger Behinderung rezipiert? Weist man darauf explizit hin? Wenn ja, warum?

  40. Jana Stahl · 6. November 2015

    Ich finde es schön ihre Kommentare auf serbisch zu hören. Fast ein bisschen schade, dass sie sie selbst nicht vorliest und es Untertitel oder nachträgliche Übersetzungswege gibt.

  41. Jutta Schubert · 6. November 2015

    Soloperformance mit Dennis Seidel von MEINE DAMEN UND HERREN, „Ich bin Modedesignerin“ – herrlich, skurril. Wie kommt man auf so was?

    • Jana Stahl · 6. November 2015

      Ich habe mich selbst bei der Frage ertappt, wer hier wie Regie geführt hat. Ist das eigentlich immer relevant das zu offenbaren?

  42. Kato Kroß · 6. November 2015

    Dennis Seidel performt ein ‚ordinary Girl‘; ein Mann performt eine Frau; ein Mensch, der im hegemonialen Diskurs als behindert etikettiert wird, performt eine Modedesignerin – Identitäten-Karussell!

  43. Jana Stahl · 6. November 2015

    Dennis Seidels Performance „Ordinary Girl“ empfinde ich als sehr atmosphärisch und traurig komisch. Ich bin amüsiert und fühle mich unterhalten. So als wäre eine Kommunikation mit dem Publikum entstanden, anstatt es mit eigenen Ideen oder z.B.“Beatrice Egli“ zu überhäufen.

    • Jutta Schubert · 6. November 2015

      Ja ging mir auch so, zärtlich, komisch, traurig war das und es passierte etwas.

    • Kato Kroß · 6. November 2015

      Kommunikation mit dem Publikum? Warum empfindest du das hier und bei der Egli-Performance nicht?

  44. Jana Stahl · 6. November 2015

    Da hab ich mich nicht gewählt genug ausgedrückt. Ich finde bei der Egli-Performance war das auch so. Nur vielleicht eine die sich nicht ganz einig war. Ich kann eher von mir selber sprechen, dass ich eigentlich nicht dazu bereit war mich auf diese Performance einzulassen.

    • Jana Stahl · 6. November 2015

      Kommunikationn ist für mich eher ein Frage-Antwort Spiel und Resigniertheit oder Langeweile stört die eher. Dann ist es eher eine NIcht-KOmmunikation?

    • Kato Kroß · 6. November 2015

      Das ging mir ähnlich. Bei mir lag es – glaube ich – daran, dass es nicht mein Musikgeschmack war. Dennis Seidels Performance entsprach da ja weitaus mehr dem gängigen Vorstellungen von Kunst. Allerdings hat die Egli-Performance in der differenten Imitation der Schlagersängerin eine durchaus verfremdende Wirkung.

      • Jutta Schubert · 6. November 2015

        Fand ich jetzt nicht, mich hat das total gelangweilt, da war wenig eigene Idee drin. Nur Imitation, und so würde ich das auch für mich definieren. Dennis Seidel hat ein wirklich eigenes Universum aufgebaut. Das ist wirklich schräg.

  45. Jana Stahl · 6. November 2015

    Aha Dennis scheint seine eigenen Entscheidungen „without no limits“ zu treffen (s. Songsanzahl/-länge).

  46. Michael Achtman · 6. November 2015

    Dennis Seidel is blurring the lines in this q&a he is still in character as the „ordinary girl“. So we see glimpses of how this performance has developed.

  47. Jutta Schubert · 6. November 2015

    Jetzt trägt der künstlerische Leiter seine eigenen Ideen zu dem Stück vor. Die Frage ist, wie kriegt man das zusammen? Wie wäre das Stück zu „vermarkten“? Wie könnte eine Kooperation aussehen? Hoffentlich kommen wir noch dazu, darüber zu reden.

  48. Jana Stahl · 6. November 2015

    Ich empfinde Ihn als Menschen, der sein Publikum wahr nimmt und weiß, wie er damit spielen kann. Das ist etwas, dass man auch lernen kann und das ist vielleicht wieder ein wichtiger Punkt für die Schauspielausbildung oder auch Regie. Dass man Aufmerksamkeit für das Gegenüber schult und nicht bloß Anweisungen, Input auf es loslässt, sondern lernt es mit zu bedenken und das ist für mich keine Angelegenheit die nur Menschen mit Behinderungen betrifft, sondern alle, die sich in einer solchen Ausbildung befinden.

  49. Michael Achtman · 6. November 2015

    There’s an interesting camp dimension to this performance – melodramatic, anti convention – and it sounds like it’s continually evolving

  50. Jana Stahl · 6. November 2015

    Mind the Gap from the UK. The experience of „things going not well“ is according to singer „Jess“ (unfortunatly I cannot see the correct spelling of his name anymore) essential to an artists life.

    • Jana Stahl · 6. November 2015

      this takes me to the point why an honest feedback is essential too.

  51. Michael Achtman · 6. November 2015

    Jeez Colborne talks about how one travel research trip to the USA, funded by the Arts Council England, planted the seeds for future shows.

  52. Michael Achtman · 6. November 2015

    Jez‘ inspiration comes from industrial noises, equipment & machinery – & you can hear it in the music

  53. Jana Stahl · 6. November 2015

    funny that the advertisement of the beamer or laptop projection by acer says „empowering people“ while Jeez is singing about „being who he is and not changing“

  54. Michael Achtman · 6. November 2015

    You can feel the electric effect energy Jez’s energy brought into the room. Sabrina has to get up to dance! Now we’re all getting up to dance…

  55. Kato Kroß · 6. November 2015

    Peter Pankow: „Bist du jetzt Schauspieler oder musst du jetzt auch Regisseur spielen?“