Posts Tagged "Tibaldus en andere hoeren"

Gottesgaul und Anarchie

Gottesgaul und Anarchie

Ende des gleißenden Lichts: "Horse: An Opera" im HAU1 Ein Mann schlägt wild mit einem Kochlöffel auf einen Topf. Aus allen Ecken stürmen die Menschen herbei. Sie stellen sich an und warten drängelnd auf ihre Portion. Wer sein Essen bekommen hat, zischt ab, möglichst weit weg von den Anderen. Der Letzte in der Schlange, ein verwahrloster Mann, stolpert auf dem Weg zurück zu seinem Quartier, verschüttet den Inhalt seiner Schüssel über die Bühne. Sofort stürzen sich die Anderen auf die Nahrung, klauben ihm sogar die Reste aus aus dem Mund. (mehr …)
Hoppla, ein Pferd!

Hoppla, ein Pferd!

Mit "Horse. An opera" zaubern Tibaldus en andere hoeren ein bildgewaltiges Spektakel ins HAU1 Schon eine ziemlich lange Zeit macht das Universum so sein Ding. Hektisch stolpert der kleine Merkur um die Sonne, die Erde flappt in großen Kreisen außen herum, immer auf sie fixiert: ihr Mond. Unser ganzes Sonnensystem platscht, quietscht und schlurft in individuellen Laufbahnen über die Bühne. Bis plötzlich ein Komet herankracht und ein neues Zeitalter bringt: das Zeitalter des Papppferdes. (mehr …)
Ich bin im Himmel und ich bin allein!

Ich bin im Himmel und ich bin allein!

Das Theaterkollektiv Tibaldus en andere hoeren (dt. Tibaldus und andere Huren) und das Theater Stap aus Belgien zeigen "4:3" Muttergott trägt Gesundheitsschuhe, Bundfaltenhose und einen Wollpulli mit Teddybär drauf. Schwer atmend steht Nancy Schellekens auf der Bühne. Sie ist "Muttergott", die Übermutter, Mutter aller Menschen. Eine dicke, kleine Spießerin mit Fransenhaar, Lesebrille, Ohrring-Plunder und Plastikdiadem. "Ich bin im Himmel und ich bin allein" sagt sie und keucht. (mehr …)